Einführung
Was ist biologische Landwirtschaft?
Biologische Landwirtschaft:
Die 3 Grundregeln der biologischen Landwirtschaft
Bio-Nahrungsmittel
Die 3 Grundregeln der biologischen Verarbeitung
Was ist ein Bio-Produkt?
Verordnung
Amtlich zugelassene Kontrollstellen
Logos
Auf der Verpackung eines Bio-Produkts muss Folgendes zu finden sein
Warum lieber "Bio" essen?
Gesundheitsschutz
Umweltschutz
Soziales Engagement
Europa ist die Heimat der ersten Ökobewegungen, die letztendlich zur biologischen Landwirtschaft geführt haben. Auslöser war die Erkenntnis, dass der übertriebene Einsatz chemischer Dünger schädliche Auswirkungen auf die im Erdboden lebenden Organismen hat.
Was ist biologische Landwirtschaft?
Unter biologischer Landwirtschaft ist eine Reihe von Landbau- und Viehzuchtmethoden zu verstehen, die das natürliche Gleichgewicht wahren. Biologische Landwirtschaft ist aber keineswegs „simplistisch“, sondern erfordert im Gegenteil hohe technische Kompetenz und eine fundierte Kenntnis der Natur.
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Biologische Landwirtschaft:
- verzichtet auf den Einsatz von Pestiziden und chemischem Synthesedünger.
- verwendet zur Produktionssteigerung ausschließlich natürliche Stoffe organischer (Pflanzenextrakte) oder mineralischer Art (Schwefel, Kupfer usw.).
- schont und begünstigt die natürlichen Feinde der zu bekämpfenden Schädlinge.
- schützt die Artenvielfalt in Tier- und Pflanzenwelt und setzt auf Mischkulturen, um ein besseres Gleichgewicht der Ökosysteme zu erzielen und Erosionen zu unterbinden.
- respektiert den Jahreszeitenwechsel und die geografischen Eigenarten. - wendet nur mechanische, thermische und manuelle Bearbeitungsprozesse zur Bekämpfung unerwünschter Pflanzen an. - wahrt die biologische Vielfalt.
- wendet spezifische Methoden zur Förderung natürlicher Prozesse an (Fruchtwechsel, Aussaat von Gründünger, Ausbringung von organischem Kompost usw.), schützt das natürliche Gleichgewicht und garantiert eine nachhaltige Landbewirtschaftung.
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Der Marienkäfer statt Pestiziden, nur eine der umweltfreundlichen Alternativen zum Schutz der Gewächse |
Die 3 Grundregeln der biologischen Landwirtschaft:
- Keine chemischen Pestizide oder Herbizide.
- Keine synthetischen Düngemittel.
- Kein Saatgut aus genetisch modifizierten Organismen.
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Bio-Nahrungsmittel:
Als „biologisch“ dürfen nur solche Nahrungsmittel gekennzeichnet werden, deren landwirtschaftliche Zutaten im „natürlichen“ (biologischen) Zustand enthalten sind.
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Die 3 Grundregeln der biologischen Verarbeitung:
- Keine chemischen Farbstoffe, keine künstlichen Aromastoffe, keine synthetischen Zusatzstoffe.
- Keine Konservierungsmittel.
- Keine Bestrahlung.
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Was ist ein Bio-Produkt?
Ein Bio-Produkt ist ein (unverarbeitetes oder verarbeitetes) pflanzliches oder tierisches Erzeugnis, das nach strengen Vorgaben, welche in einem amtlichen Pflichtenheft entsprechend den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung festgehalten sind, erzeugt und vermarktet wird. Demzufolge muss das Produkt aus einem Fertigungsverfahren hervorgehen, das frei von synthetischen Chemikalien ist. Dieses Produkt wird von einer zugelassenen Kontrollstelle, deren Name auf dem Etikett genannt sein muss, geprüft und zertifiziert. Das Bio-Produkt muss zu mindestens 95 % aus biologischen landwirtschaftlichen Zutaten bestehen. Mit Ausnahme einiger weniger Produkte ist die gesamte Lima-Produktreihe fast zu 100 % biologischen Ursprungs. Eine biologische Zutat erhält stets den Vorzug, ist aber leider nicht immer erhältlich. Dabei handelt es sich um Zutaten, die nicht biologisch hergestellt werden, was aber inzwischen immer seltener vorkommt. Ein unverarbeitetes Grundnahrungsmittel, das aus einer einzigen Zutat besteht und den Kennzeichnungsvermerk „aus ökologischem Anbau“ trägt, ist somit zu 100 % biologisch. Die Kennzeichnung als Bio-Produkt gibt dem Verbraucher zudem die Gewissheit, dass seine Nahrung nicht bestrahlt wurde und keine genetisch veränderten Organismen enthält. Nach Prüfung und Zertifizierung durch die zugelassene Kontrollstelle darf das Bio-Produkt dann das entsprechende Bio-Siegel (Biogarantie in Belgien, AB in Frankreich, Bio in Deutschland usw.) tragen.
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Verordnung
Die Grundlagen der biologischen Landwirtschaft wurden bereits nach dem zweiten Weltkrieg in Europa eingeführt, doch tritt der Begriff „biologische Landwirtschaft“ erst in der EWG-Verordnung vom 24. Juni 1991 in Zusammenhang mit pflanzlichen Agrarerzeugnissen auf. Diese Verordnung regelt den ökologischen Landbau und definiert die biologische Landwirtschaft über die Anwendung bestimmter Produktionsverfahren (Wahl geeigneter Sorten, Fruchtwechsel, integrierte Schädlingsbekämpfung, Produktionssteigerung durch Gründünger) und eine Positivliste mit Düngungs-, Behandlungs-, Lagerungs- und Haltbarmachungsmitteln. Diese Liste ist für den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt offen und somit nicht erschöpfend. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist bestimmten Kontrollmaßnahmen unterworfen: Jeder Betreiber, Erzeuger, Verarbeiter und Händler muss sein biologisch landwirtschaftliches Gewerbe bei der zuständigen Behörde anmelden und wird daraufhin regelmäßig von einer amtlich zugelassenen privaten Kontrollstelle kontrolliert.
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Amtlich zugelassene Kontrollstellen
Um als Produkt aus ökologischem Landbau oder als Bio-Produkt vermarktet werden zu dürfen, muss das Erzeugnis von einer amtlich zugelassenen Kontrollstelle geprüft und zertifiziert werden. Die Zertifizierung der biologischen Produkte kann nur von unabhängigen Instanzen erteilt werden, die keiner Handels- oder Gewerkschaftsorganisation angeschlossen sind. ECOCERT ist die älteste dieser Kontrollstellen und mittlerweile in über 50 Ländern tätig. Aufgabe dieser Kontrollstellen ist es, die Übereinstimmung der Produktionen und Importe mit den Vorschriften zu überprüfen und die Gewerbetreibenden über die geltende Rechtslage zu informieren. Die jährlichen Kontrollen erstrecken sich über das gesamte Produktionssystem: die landwirtschaftlich genutzten Flächen, die Lagerstätten, die Verarbeitung, die Materialbuchführung, die Vorschriftsmäßigkeit der Rezepte und Produkte, die Garantien der Lieferanten, die Etiketten usw. Zur Analyse werden Proben entnommen, um den tatsächlichen Ausschluss verbotener Produkte (Pestizide, genetisch veränderte Organismen usw.) zu überprüfen. Die Kontrollstelle fertigt ein Zertifikat für die Produkte aus, die nach geltenden Vorschriften und aufgrund der Kontrollergebnisse für konform befunden wurden.
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Logos
Die Bio-Produkte sind denselben europäischen Vorschriften unterworfen und je nach Land an einem gleichwertigen Bio-Siegel zu erkennen. Die Lima-Produkte tragen die Logos Biogarantie (Belgien) und AB (Frankreich) als Garantie dafür: -
- dass das betreffende Nahrungsmittel mindestens zu 95 % aus Zutaten des ökologischen Anbaus besteht, dessen Produktionsverfahren das natürliche Gleichgewicht wahren und die Umwelt schützen.
- dass die in Europa geltenden Verordnungen eingehalten wurden.
- dass die Produktion von einer amtlich zugelassenen Kontrollstelle zertifiziert wurde, die alle in der europäischen Norm EN 45011 festgehaltenen Kriterien im Hinblick auf Unabhängigkeit, Neutralität, Kompetenz und Effizienz erfüllt (im Fall von LIMA ist dies ECOCERT.BE).
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Auf der Verpackung eines Bio-Produkts muss Folgendes zu finden sein:
| Verpflichtet |
Nicht verpflichtet sondern empfohlen |
| Name der Kontrollstelle |
Biologos (sobald ein Produkt von der offiziellen Kontrollstelle zertifiert wird, ist das Produkt offiziell bio). Biologos sind deshalb im Prinzip nicht nötig. Dennoch sind die praktisch, denn so sehen Sie gleich ob es um ein Bioproduk handelt oder nicht.
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| EWG-Kontrollsystem |
Auf Lima-Verpackungen finden Sie einen Biosiegel. Dieses Biosiegel ist ein zusätzliches Hilfsmittel für Endverbraucher die nicht mit Ecocert- oder AB-Logos vertraut sind.
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| Mit Hilfe eines Sternchen wird angzeigt ob die Zutaten bio sind. |
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Beispiel einer Verpackung mit Bio-Logos und das universelle Biosiegel
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Warum lieber „Bio“ essen?
Biologische Ernährung: für manche eine Frage der gehobenen Lebensart, für andere eine lebenswichtige Grundeinstellung. Es gibt mehrere Beweggründe für den Griff zur Biokost: Gesundheitsschutz, Umweltschutz, soziales Engagement ...
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Gesundheitsschutz
Die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse im weitverzweigten Fachbereich der Ernährungskrankheiten geben nähere Anhaltspunkte, wie eine gesunde Ernährung aussieht. In diesem Sinne lief im Jahr 2000 eine Studie zum Vergleich des Nährwerts der geläufigsten Nahrungsmittel aus den drei Landwirtschaftsformen an (d.h. Erzeugnisse aus der biologischen Landwirtschaft unter dem Bio-Siegel AB, aus der sogenannten „vernünftigen“ Landwirtschaft – im Französischen „agriculture raisonnée, kurz AR – und aus der konventionellen Landwirtschaft – im Französischen „agriculture conventionnelle, kurz AC), daher der Projektname Abarac. An dem Forschungsprogramm Abarac waren Pr. Joyeux* und Dr. Mariette Gerber vom Krebsforschungszentrum Inserm-CRLC in Montpellier beteiligt. Die Ergebnisse dieser Studie überschneiden sich mit den Schlussfolgerungen anderer Studien, die dem Nährwertprofil biologischer Agrarerzeugnisse bessere Noten bescheinigen. Wenngleich biologisches Obst und Gemüse in der Regel nicht so ansehnlich wie ihr jeweiliges konventionelles Gegenstück sind, besitzen sie einen höheren Prozentsatz an Trockensubstanz und enthalten zudem weniger Wasser, weil sie nicht mit löslichen chemischen Düngemitteln „vollgepumpt“ wurden. Außerdem sättigen sie schneller. Ein weiterer wichtiger Vorteil besteht darin, dass Bio-Produkte frei von chemischen Konservierungsmitteln, Geschmacksverstärkern, künstlichen Aroma- und Farbstoffen, synthetischen Süßstoffen, Emulgatoren und Stabilisatoren sind, die in der konventionellen Nahrungsmittelherstellung fast selbstverständlich zum Einsatz kommen und mit zahlreichen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht werden.
Chirurg und Krebsforscher, Leiter des Forschungszentrums für Ernährung und Krebserkrankungen des Institut du Cancer und der Faculté de Médecine von Montpellier. Lima legt seit jeher größten Wert auf Qualitätsprodukte und hält dabei an den Grundregeln der gesunden Ernährung fest, d.h.:
- biologische Nahrungsmittel,
- Nahrungsmittel, die einen wirklichen Nährwert haben:
• vollwertig,
• pflanzlichen Ursprungs,
• ohne Zusatz von „schnellem“ Zucker,
• usw.
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Umweltschutz
Der Bio-Landwirt schützt natürlich die Umwelt. Eine gesunde Umwelt ist die Grundvoraussetzung für ökologische Anbauflächen. Pflanzen sind nämlich Lebewesen, die bei Gesundheit gehalten und dementsprechend ernährt werden wollen. Das A und O einer gesunden Pflanzenernährung sind Wasser, Luft und Erde in intaktem Zustand. Sie gilt es zu erhalten, wobei chemische Behandlungen und Düngemittel selbstverständlich auszuschließen sind, da sie den Nährboden auslaugen und aus dem Gleichgewicht bringen. Stattdessen sind Kompost und pflanzlicher Dünger angesagt. Eine biologische Anbaufläche ist reicher an organischen, d.h. lebenden Mikroorganismen und besitzt somit ein höheres physikalisches Potenzial und mehr Vitalität. Die biologische Landwirtschaft ist ganz klar zukunftsorientiert. Sie engagiert sich weiterhin auf Forschungsgebieten, die in der Landwirtschaft des 20. Jahrhunderts ins Abseits gerieten und nun wieder in den Mittelpunkt rücken (Bodendynamik, Wert der Hülsengewächse, Nutzen der Kompostierung usw.). Darüber hinaus belässt sie die Landschaften (Hecken, Gräben, Böschungen) weitgehend in ihrem natürlichen Zustand.
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Soziales Engagement
Seit 1960 sind etwa 30 % der Anbauflächen infolge von Bodenerosion durch Wasser, Wind und intensive mechanische Bearbeitung verloren gegangen. Wer sich für Biokost entscheidet, engagiert sich gleichzeitig für eine bessere Gesellschaft und investiert in eine gesündere Zukunft für unsere Kinder und alle kommenden Generationen. Das Leben insgesamt wird ein Stück humaner, im besten Sinne des Wortes.
Die biologische Landwirtschaft zielt aktiv auf soziale Vorteile ab:
- Wiederherstellung des Gleichgewichts in vielerlei Hinsicht,
- Gesundheit für Mensch und Tier, - kooperative Zusammenarbeit statt rücksichtslosen Wettbewerbs,
- Gleichberechtigung aller Beteiligten in der Erzeugungskette,
- Zusicherung einer angemessenen Vergütung der Erzeuger, damit sie von ihrer Arbeit und ihrem Land leben können,
- Angebot an gesunden und ausgewogenen Nahrungsmitteln,
- direkte Beziehungen zu den Verbrauchern,
- Förderung der Beschäftigung in der Landwirtschaft.
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